Die Liturgiewissenschaft beschäftigt sich mit den vielfältigen Formen des christlichen Gottesdienstes („Liturgie“) und seinen Voraussetzungen auch in ökumenischer Perspektive:
- Liturgische Zeichen und Symbole
- Wortgottesdienstfeiern
- Feste im Kirchenjahr
- Stundengebet (Tagzeitenliturgie)
- sakramentliche Feiern usw.
Die Liturgiewissenschaft, an unserer Fakultät verbundenen mit Sakramententheologie, versteht sich als theologische Disziplin, die Fragestellungen aus exegetischer, historischer, systematischer, rechtlicher und pastoraler Sicht miteinander verbindet:
- Wie sind die liturgischen Feiern im Laufe der Zeit gewachsen?
- Wie und warum haben sie sich verändert?
- Was ist ihre theologische Bedeutung für die heutige Zeit?
- Was antworten uns die Texte der Liturgie und der kirchlichen Tradition auf sakramententheologische Fragen?
- Welche musikalischen und dramaturgischen Ausdrucksmöglichkeiten gibt es?
Dafür bedient sich die Liturgiewissenschaft auch anderer außertheologischer Wissenschaften, wie z.B. der Soziologie, der Religionswissenschaft, der Archäologie, der Paläographie oder der Musik- und Kunstwissenschaften.
Die Liturgiewissenschaft (und Sakramententheologie) macht durch ihre Beschäftigung mit der Liturgie – nach der Heiligen Schrift als Teil der christlichen Tradition die zweite Quelle des Glaubens – deutlich, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Glauben auch die liturgische Feier des Glaubens berücksichtigen muss (lex credendi - lex orandi).